Erfahrungsbericht: Tinder-Date mit einem dom-sad Mann

Aktualisiert: 12. Juni 2019



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Ich habe nun den halben Tag damit verbracht, darüber nachzudenken, ob ich über diese Erfahrung berichten soll oder sie lieber für mich behalte.

Was daran liegt, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass so manch einer, wenn er das liest, nicht nachvollziehen werden kann, weshalb ich mich mit einem Kerl von Tinder treffe ... der dazu noch von sich meint, dominant und sadistisch zu sein.

Wo ich doch immer sage, dass ich mich grundsätzlich mit keinem treffe. Und vor allem jetzt nicht, da ich vor 7 Monaten beschlossen habe, mich von Männern vorerst fernzuhalten und erst wieder intim mit einem zu werden, bei dem es mehr als bloß oberflächlichen Sex geht.

Warum tat sie das denn jetzt?

Tja ... wenn ich das nur wüsste. Ich weiß, dass ein Teil von mir ziemlich erfahrungsgeil ist. Nur kann ich nicht behaupten, in letzter Zeit ein starkes Bedürfnis nach neuen Erfahrungen gehabt zu haben. Ich kann auch nicht behaupten, dass ich aufgrund der 7 monatigen Abstinenz nun total Lust auf einen Penis und Sex hatte. Meine letzte BDSM-Erfahrung liegt über 1,5 Jahre zurück. Aber eine starke Sehnsucht nach neuen Erfahrungen in diesem Bereich ist auch nicht vorhanden gewesen.

Es war eher so, dass ich in den letzten Wochen eine starke Anwesenheit von Gleichgültigkeit wahrgenommen habe. Mir war plötzlich so vieles egal. Meine Arbeit (Mein Buch), meine Ziele, Sport, meine Ernährung, mein Leben an sich ... Das ist schon eine Form von Depression, nur ohne Antriebslosigkeit (Ich habe trotzdem weiterhin geschrieben ...) und man fühlt sich eben nicht schlecht, weil einem einfach alles egal ist. Aus dieser Phase konnte ich aber etwas für mich mitnehmen. Ein Gefühl. Ich war in dieser Zeit überhaupt nicht angreifbar. Diese Freiheit war toll.

Und heute grüble ich darüber nach, was ich nun mit dieser Erfahrung von Freitag anfange ...

Normalerweise haue ich alles raus. Teile alles mit euch und plötzlich mache ich mir Sorgen, dass man mich für meine Entscheidung verurteilt. Wo ich doch weiß, dass es nur wichtig ist, was ich über mich selbst denke. Und ich denke, genau da liegt das "Problem". Ich weiß nicht, was ich über mich selbst denken soll. Mir bleibt nichts anderes übrig, als es so anzunehmen, wie es ist. Ich habe es in meinem Leben schon sehr oft erlebt, dass Sachen passiert sind und ich nicht nachvollziehen konnte, weshalb sie so passiert sind.

Wenn man seine Bedürfnisse kennt, seine Prinzipien und Moralvorstellungen hat und nach ihnen lebt, fühlt man sich grundsätzlich gut. Handelt man nun gegen sie, sollte es ja eigentlich so sein, dass man sich nicht sonderlich gut fühlt und es sogar bereut, inkonsequent gewesen und sich nicht treu geblieben zu sein. Nun habe ich dies letzten Freitag getan. Ich habe gegen meine Prinzipien gehandelt, obwohl ich tief in mir drinnen ganz genau wusste, wie dieser Abend enden wird, ohne, dass ich es natürlich wissen konnte und ich fühle mich nicht schlecht. Ich bereue nichts. Es ist mir total egal. Dabei ging der ganze Abend gegen meine Vorstellung von Sexualität und gegen meine Vorstellung von BDSM. Ich denke, dass ich schlichtweg die Ambivalenz in Person bin. Und was ich auch ganz genau weiß, ist, dass so sehr ich die Kontrolle haben will, mir das Leben immer wieder zeigt, dass es mich kontrolliert und nicht andersherum. Das hat mir diese Erfahrung gezeigt. Mit dem logischen Menschenverstand ist es nicht zu erfassen, weshalb ich es getan habe. Es ist, als wäre ich wie eine Marionette dazu geleitet worden. Das mag nun total irre klingen ... Aber vielleicht kennst du dieses Gefühl ja. Manchmal urteilt man über andere Menschen und fragt sich, wie man so dämlich sein kann und dieses oder jenes getan zu haben ...

Aber Fakt ist, manche Dinge passieren einfach. Und wenn man selbst diese Erfahrung gemacht hat, hört man auf, andere für ihre fragwürdigen Entscheidungen zu verurteilen.

Für alle zartbesaiteten Menschen: Der folgende Erfahrungsbericht wird auch auf Details eingehen, die man eventuell nicht wissen will. Ich nehme kein Blatt vor den Mund. Daher solltest du dir jetzt überlegen, ob du weiterlesen möchtest ...

Los geht's!

Tinder hatte ich mir vor ein paar Wochen gedownloadet, weil ich die super Idee hatte, ein "Social Experiment" für ein neues YouTube Video zu starten ... Nur leider habe ich es nicht geschafft, es umzusetzen.

Jetzt ist ein anderweitiges Experiment daraus entstanden ... wenn man es so sehen möchte. Ab und an habe ich just for fun nachts im Bett liegend so einige Male auf "X" gedrückt, nur bei den Männern nicht, die offensichtlich etwas mit BDSM anfangen konnten. Ich war schon überrascht, wie viele Kerle sich dort als dominant bezeichnen und die dunkle Lust ihre nennen. Diese Profile sind überwiegend anonym unterwegs und stark an Bildern aus dem Internet zu erkennen. Meist schwarz/weiß und eine offensichtliche Macht- bzw. Rollenverteilung bildet sich auf ihnen ab.

Nun hatte ich ein Match mit einem 30 Jährigen Mann, der in seinem Profil stehen hat "harter Sex, BDSM, 24/7" (Gut, dass ich mich daran noch erinnere, denn ich sehe gerade, dass er unsere Verbindung bei Tinder aufgelöst hat ... da könnte ich jetzt so einiges hineininterpretieren, aber ich lasse es lieber ... er tut mir immer noch etwas leid :D) Ich nenne ihn mal Mr. A. Witzigerweise heißt er genauso, wie mein erster Dom ...

Er schrieb mich an und wollte mir per WhatsApp Bilder von sich schicken. Ich stellte mich quer, da ich meine Nummer Fremden nicht einfach so gebe. Ich hatte zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht im Sinn, mich mit ihm zu treffen und war dementsprechend etwas provokant unterwegs. Ich meinte, dass ich es generell uncool finde, dass hier so viele anonym unterwegs sind und mir einige per kik oder Snapchat ihre Bilder zugeschickt haben und ich dann wusste, wieso sie keine bei Tinder online gestellt haben ... Damit hab ich ihm also indirekt unterstellt, dass er nicht attraktiv ist und meinte, dann auch, dass es wohl nichts werden wird mit uns ...

Klar, weiß ich, dass einige nicht zu ihrer BDSM Neigung "öffentlich" stehen können, weil sie in gewissen Berufen unterwegs sind. Seinen Beruf habe ich erst Freitagabend erfahren und für mich ergibt es keinen Sinn, weshalb er sich bei Tinder versteckt. Aus beruflichen Gründen kann das nicht der Fall. Gut, ist auch unwichtig ;)

Jedenfalls hat er mir dann geschrieben, wenn ich nicht wüsste, wieso er sich auf Tinder nicht zeigt, sei ich nicht so intelligent, wie er vermutet hatte. Dann kam noch ein doofer Spruch dazu, dass ich meine Nummer nicht herausgebe und meinte, dass es dann wohl wirklich nichts wird.

Daraufhin schrieb ich, dass er demnach ähnlich intelligent sei wie ich, da er anscheinend ebenso wenig Empathie aufbringen könne, im Bezug darauf, warum ich meine Nummer nicht herausgeben möchte und meinte, dass ich mir sehr wohl im Klaren bin, dass nicht jeder mit seiner Neigung so offen umgehen kann wie ich und ich es traurig finde, dass SM immer noch nicht gesellschaftsfähig ist. Ich wusste: Entweder er schießt zurück oder er rudert zurück. Und er ruderte zurück. Er meinte, die Gesellschaftsfähigkeit von BDSM sei ein interessantes Thema und er würde mir die Bilder von sich per Mail zukommen lassen. Ich gab ihm meine Mailadresse und ein paar Stunden später erhielt ich drei nicht wirklich aussagekräftige Bilder. Eins am Strand in Badehose, so weit entfernt, dass man sein Gesicht kaum erkennen konnte. Eins, was ebenso im Urlaub entstanden sein könnte, Ganzkörper, angezogen, mit Sonnenbrille und eine s/w-Aufnahme seines Seitenprofils, entstanden im Auto. Ich konnte mir zusammenreimen, dass er nicht super groß ist, dass er kein Sixpack hat, aber dennoch über ein paar Muskeln verfügt und, dass er nun nicht so hässlich in meinen Augen ist, dass es für mich gar nicht klar ginge. Das Bild von der Hälfte seines Gesichtes hatte mir gut gefallen. 3-Tage-Bart und ein kantiges, männliches Gesicht ließ sich vermuten. Jedoch sagte mein Bauchgefühl, dass das Bild nicht aktuell ist ...

Dann ging alles ganz schnell. Er wollte, dass ich ein wenig über mich erzähle, über mein Leben, meine Neigung. Ich tat es und machte deutlich, dass es mir beim BDSM um die emotionale Bindung ginge und nicht darum, irgendwelche Praktiken zu vollziehen und, dass ich an keiner 24/7 D/s-Beziehung interessiert bin, nur an Sessions. Ich wollte dann natürlich wissen, wie das bei ihm aussieht und vor allem, wie sich sein Sadismus äußert. Er schrieb, dass es ihm nicht um die Intensität des Schmerzes ginge, sondern darum, dass Frau ihm vertraut und sich ihm hingibt. Er ging noch auf die emotionale Bindung ein. Schrieb, dass es ihm auch sehr wichtig sei. Klar, er sei ein Mann und würde Lust auch beim normalen Sex empfinden, aber diese tiefe Lust eben nur, wenn eine Bindung entstanden ist, die sich halt entwickeln muss. In meinem Kopf hatte ich nun also dieses Bild eines tiefsinnigen Mannes, der sich ebenso nach einer tiefen Verbundenheit sehnt und den BDSM ähnlich für sich definiert wie ich.

Er meinte, er würde sich gerne auf einen neutralen Drink mit mir treffen. Klang nach einem Treffen, an dem man sich erstmal beschnuppert und das Gespräch über die Neigungen und Vorstellungen und vor allem Tabus vertieft. Ich sollte ihm zwei Terminvorschläge machen, konnte ihm jedoch nur diesen einen Freitag anbieten, was ihm dann aber passte. Zwei Tage habe ich nichts von ihm gehört und wusste nicht, wo und wann genau wir uns treffen werden. Aber, da ich nicht wieder die Kontrolle übernehmen wollte und für Klarheit sorgen wollte, schrieb ich nichts. Zwei Tage vor dem Treffen kam dann Ort und Zeit.

20 Uhr vor der Fischauktionshalle. Ich antwortete, dass ich mich freue und bekam bis zu unserem Treffen keine Nachricht mehr. Dementsprechend war ich mir nicht sicher, ob ich nicht vielleicht doch versetzt werde und er sich nur einen Spaß aus dem Ganzen macht.

Auf dem Weg zum Fischmarkt – ich hatte mich nicht extra schick angezogen, dennoch aufeinander abgestimmte Unterwäsche ausgewählt – begleitete mich ein Dejavû ähnliches Gefühl. Als wüsste ich, was passieren wird, fand aber keine klaren Bilder in meinem Kopf. Als hätte ich es schon mal geträumt ... Äußerst merkwürdig. Des Weiteren wurde mir klar, dass ich gerade überhaupt keine Kontrolle über die Situation hatte. Ich wusste viel zu wenig über diesen Mann. Meine Familie hatte ich in Kenntnis gesetzt und in unserer gemeinsamen Gruppe die Live-Standort-Verfolgung gestartet. Einfach, damit meine Mom sich sicherer fühlt. Ich hab ein tiefes Urvertrauen. Wenn ich Angst oder Unsicherheit verspürt hätte, wäre ich nach Hause gefahren.

Ich war ein wenig zu früh am Treffpunkt und dementsprechend zuerst da. Nervös war ich nicht. Es lebte mehr und mehr das Gefühl in mir, dass das, was gerade geschieht und geschehen wird, passieren muss.

Ein Mann kam auf mich zu, er war am Rauchen und ich hoffte, dass es nicht Mr. A ist, denn dann wäre ich definitiv direkt nach Hause gefahren. Mit Rauchern habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht ...

Aber er war es nicht. Dann kam ein Auto angefahren. Ich bin die ganze Zeit über davon ausgegangen, dass er zu Fuß kommen würde ... Er stieg aus, kam auf mich zu. Ja, er war nicht groß. Hatte ungefähr meine Größe. Sein Gesicht war wesentlich runder als auf dem Foto mit seinem seitlichen Profil. Wir umarmten uns und gleich danach musterte ich seine Augen. Ich mochte in sie schauen. Das war schon mal gut. Aber ich wusste gleichzeitig, dass er nicht mein neuer Dom werden würde. Mir fehlte eine gewisse Härte. Sie waren zu weich, zu freundlich und das, obwohl er im Gesamten keinen weichgespülten Eindruck machte. Ich liebe sanfte Augen, die sich in gewissen Situationen total verdunkeln. Ich konnte mir von seinen nicht vorstellen, dass sie diese Tiefe haben würden, wenn wir uns in einer Session befinden würden.

Wir gingen ans Wasser, unterhielten uns kurz. Er erwähnte, dass er mein Buch nicht gelesen habe und das er auch nicht wissen wolle, was drin geschrieben steht. Meine Alarmglocken wurden aktiviert. Ich erwarte ganz und gar nicht, dass jemand mein Buch liest. Aber die Tatsache, dass er es erwähnen muss, dass er den Inhalt auch nicht wissen will, triggerte mich. Sofort dachte ich, dass er besitzergreifend ist, eifersüchtig und sein Ego es nicht ertragen kann, dass ich eine Vergangenheit habe ... Mir ist es vollkommen egal. Wenn mir jemand von vergangenen Erfahrungen mit anderen Frauen erzählt, dann finde ich das sogar interessant. So lange er es nicht erzählt, um sich zu profilieren ...

Er meinte dann noch, dass es den Anschein macht, dass ich nicht so viel Zeit habe und er sich nicht nur einmal im Monat treffen wolle. Sofort spürte ich, wie mein Bedürfnis nach Freiheit aufschrie. Ich wollte nicht jemanden in meinem Leben haben, der nun diese Erwartung hatte ... Ich wollte einen lockeren Dom, mit dem man sich trifft, wenn es beiden passt. Vielleicht auch mal mehrmals die Woche, vielleicht dann auch mal ein paar Wochen nicht ...

Während wir redeten, merkte ich, wie ich ihn allein mit meinen Augen um den Finger wickelte. Ich habe nicht geflirtet, habe auch nicht das gesagt, wovon ich dachte, dass er es hören möchte. Ich war eher ein wenig zurückhaltend, machte vermutlich einen leicht unsicheren Eindruck. Er fragte mich dann, ob ich noch was trinken gehen möchte und obwohl ich wusste, dass wir keine gemeinsame Zukunft haben werden, stimmte ich zu. Ich hatte halt auch echt Durst. Ich meinte, dass er entscheiden müsse, wo wir was trinken gehen, weil ich die Bars in dieser Gegend nicht kenne. Er antwortete ganz cool, dass die Entscheidung natürlich bei ihm liege. Ich mag es nicht, wenn Männer ihre Dominanz so offensichtlich präsentieren. Schon habe ich das Gefühl, derjenige kompensiere durch sein dominantes Verhalten nur irgendwelche Minderwertigkeitskomplexe.

Er schlug vor, zu sich nach Hause zu fahren. Und ich dachte, cool, ich brauche also kein Geld für Getränke ausgeben und ja, es war sowieso klar, dass ich doch wieder bei jemandem zu Hause landen werde ....

Ich stieg in sein Auto und wir fuhren zu ihm. Es war eine kurze Fahrt. Er parkte auf einem behinderten Parkplatz, ich musste mir eine Anmerkung verkneifen. Letztendlich war das eh sein Problem. Er ging an den Kofferraum und holte eine Papiertüte von Rewe heraus. Ich dachte, er sei vorher noch einkaufen gewesen ...

Eigentlich war es nicht seine Wohnung, sondern die seines Onkels. Eine typische Altbauwohnung in Altona. An der Wohnungstür, die wie üblich nicht rein aus Holz bestand, sondern Glasscheiben beinhaltete, klebte ein Fensterbild einer süßen Schildkröte.

Die Wohnung war eher altmodisch als modern eingerichtet. Auch nicht typisch deutsch. Aber es war dennoch gemütlich. Ich pflanzte mich auf's Sofa, er fragte, ob ich Wein wolle, ich stimmte zu und bat ihn, mir aber auch noch ein Glas Leitungswasser zu bringen. Wir tranken und redeten ein wenig, während im Hintergrund spanische Musik lief. Passend zur Einrichtung eher unmodern. Erinnerte aber an einen mediterranen Urlaub. Nach ungefähr zehn Minuten bat er mich, mich zu ihm zu legen. Vorher saßen wir echt mit guten Abstand voneinander entfernt. In dem Moment war mir klar, dass meine Abstinenz sich an diesem Abend auflösen würde. Ich hatte mir bereits ein Urteil über ihn gebildet, aber dennoch könnte es sein, dass er mich überraschte und ich würde nie erfahren, ob meine Menschenkenntnis gut ist oder, ob ich mich doch geirrt habe, wenn ich an dieser Stelle Nein sagen würde. Gleichzeitig war da wieder meine altbekannte Gleichgültigkeit anwesend, die ich bereits auch schon bei anderen Männern verspürt habe. Begehren: Fehlanzeige. Dafür war er eben optisch nicht ansprechend genug und er hatte auch keine interessante Aura, die mich einnahm.

Er streichelte mir den Kopf, meine Wange entlang, meine Schultern. Drehte meinen Kopf zu sich, um mich kurz zu küssen. Unsere Zungen trafen sich nicht. Relativ schnell fanden seine Hände meine Brüste. Er legte seinen Mund an meinen Hals und gab grunzende, stöhnende Laute von sich, während er wild meine kleine Oberweite knetete. Seine Hände fanden viel zu rasch den Weg ich meine Leggings. Er spielte auch nicht lange an mir herum, sondern überprüfte eigentlich bloß, ob ich schon feucht genug sei und da meine Vagina auch ohne tiefes Lustempfinden einen relativ hohen Feuchtigkeitshaushalt haben kann, wusste er nicht, dass ich noch nicht richtig in Stimmung bin. Der gute Zervixschleim ... na ja. Woher soll Mann das auch wissen ... Ich sollte mich ausziehen, er unterstütze mich dabei. Die Socken behielt ich an, da er mich bereits über der breiten Sofalehne positionierte. Er löste seinen Gürtel, band ihn mir um den Hals, knöpfte seine Hose auf und stecke mir seinen Schwanz in mein Geschlecht. Nun wusste ich, dass er mich nicht mehr großartig überraschen werden kann beziehungsweise mich davon überzeugen kann, wirklich dominant zu sein. Die genaue "Analyse" folgt am Ende ...

Es war interessant, weil ich nun das erste Mal ein Klischee erleben würde. Der Mann nahm mich von hinten und meint die Macht über mich zu haben, weil er einen Gürtel um meinen Hals gelegt hat. Witzigerweise bin ich beim ersten Eindringen nicht auf den eigentlich Grund gekommen, warum ich es nicht als intensiv empfand, wie sonst eigentlich. Dieses erste Dehnungsgefühl blieb aus und das, obwohl ich über 7 Monate keinen Penis in mir hatte ...

Er vögelte mit einer hohen Geschwindigkeit. Andere hätten es vielleicht als hart bezeichnet, so wie er vermutlich. Der Gürtel um meinen Hals, der mir minimal die Luft abschnürte, war ganz nett, mehr nicht.

Nach ein paar Minuten hörte er auf und ich merkte, wie sein Finger meinen Anus suchte und ich dachte nur "Bitte nicht." Erstens, mag ich Analsex nicht sonderlich und finde es gerade von einem Dom angebracht, vorher zu fragen, ob das in Ordnung geht und zweitens, war ich zwei Tage vorher beim Mongolen beim All-you-can-eat-Buffet und das Essen hab ich nicht gut vertragen. Den ganzen Tag über hab ich so viel geschissen und das auch sehr weich. Aber anstatt ihn zu warnen, hab ich ihn machen lassen. Selbst Schuld, wenn du nicht vorher nachfragst, dachte ich.

Ehrlich gesagt, bin ich mir gar nicht sicher, ob sein Finger da an meinem Eingang war oder doch sein Schwanz. Er drang in mich ein und selbst da gab es kein gewohntes Druckgefühl. Er konnte mich ohne Probleme wieder schnell und ohne Rücksicht vögeln. Ich merkte sogar, wie mein G-Punkt darüber stimuliert wurde, aber war weit entfernt davon, abzuspritzen. Es war also erträglich und kein großes Drama. Als er sich aus meinem Arsch zurückzog, zog er meine Arschbacken auseinander und meinte dann "Komm, wir müssen duschen.". Ich grinste innerlich. Er ging direkt unter die Dusche und schickte mich auf's Klo, um mich dort erstmal sauber zu machen. Ich setzte mich auf die Schüssel und wischte meinen Arsch ab. Halleluja!, dachte ich. Ich musste lachen, weil ich mir nun vorstellen konnte, wie sein Schwanz ausgesehen haben musste.

Ich ging zu ihm ins Bad und sah ihn dann zum ersten Mal ganz nackt. Ich legte den Gürtel ab und zog meine Socken aus. Als ich mit ihm unter der Dusche stand, wusste ich, weshalb ich kein Dehnungs - und Druckgefühl verspürt habe. Sein Penis ist klein. Das war typisch Frau, dass ich erst gedacht habe, es läge an mir ...

Ich sollte meine Arschbacken auseinanderziehen und er spülte mir den Po sauber. Danach wollte er, dass ich mich vor ihn knie und ihm seinen Schwanz lutsche. Ich nahm also seinen Stängel in den Mund und blies ihm einen. Ich fand es cool, dass er sich anscheinend keine großartigen Gedanken über sein Glied machte. Genauso wenig, wie ich mir eben Gedanken über meine Mini-Titten mache. Man muss halt nehmen, was da ist. Trotzdem verließ mich der Eindruck nicht, dass er möglicherweise doch was mit seinem angeblich harten Geficke kompensiere ...

Vielleicht denkt er auch, dass Frau nur so überhaupt etwas spürt. Oder er selbst spürt nur durch sein schnelles Einstochern Lust. Ich blies ihm nicht lange einen, er gab mir die Hand und führte mich direkt in sein Schlafzimmer. Wir trockneten uns nicht mal ab. Er legte sich auf den Rücken und wollte, dass ich dann weiter blase. Ich tat es. Ihm gefiel es unglaublich gut. Er meinte, ich mache es unheimlich gefühlvoll, er spürt die Liebe dabei und dass es ein Traum wäre, würde er nach der Arbeit immer mit so einem Blowjob verwöhnt werden. Es schmeichelte mir. Allerdings war es nicht das erste Mal, dass ich ein Kompliment für meine oralen Fertigkeiten bekam. Es muss also tatsächlich etwas dran sein, dass ich es wirklich gut kann. Dabei fragte ich mich, wie denn Bitteschön andere Frauen blasen ... wie brutal müssen die wohl vorgehen ... ?

Ich nahm seinen Schwanz tiefer in meinem Mund auf, was ihm ebenso gefiel. Er wies mich an, ihn tief zu halten und erlöste mich nach wenigen Sekunden aber wieder. Mit einem längeren Penis wäre dies nicht möglich gewesen, ohne zu würgen. Kürzere haben definitiv auch ihre Vorteile!

Danach vögelte er mich wieder. Von der Seite, dann ritt ich ihn, dann war er über mir und irgendwann kam er dann. Seine Hand fand immer wieder meinen Hals und bedeckte meinen Mund ... so richtig schön Klischee.

Nachdem ich auf Klo war, ging es zurück ins Wohnzimmer. Wir ruhten uns erstmal auf dem Sofa aus. Ich legte meinen Kopf auf seinem Bein ab, er streichelte mich. Ich hatte ihm erzählt, wie ich verhüte und, dass ich jeden Morgen meine Temperatur messe. Er meinte, ich solle ihm nun täglich ein Bild meiner Fotze schicken, während ich messe ... Ich sagte einfach "Ja" und wusste, dass ich es definitiv nicht tun werde. Keinerlei 24/7. Das hatte ich ihm geschrieben. Ich habe keine Lust, irgendwelche Aufgaben zu erfüllen und mit Sicherheit nicht solch eine bescheuerte ...

Gott sei Dank kam dann doch noch SM ins Spiel.

Er befahl mir, mich auf den Stuhl zu setzen, den er in den relativ kleinen Raum gestellt hat. Und dann entdeckte ich die Papiertüte. Es befanden sich keine Einkäufe darin, sondern seine Werkzeuge. Das erinnerte mich stark an "Liam" und seine weiße Wundertüte, wie ich sie gerne nannte. Er holte Holzwäscheklammern hervor. Innerlich schmunzelte ich. Das ist nichts im Vergleich zu den Krokodilsklemmen damals ... Danach kam allerdings der Kabelbinder zum Vorschein. Und für einen kurzen Moment kam ein Gefühl auf, dass ich das nicht wollte. Kabelbinder ... keinerlei Kontrolle mehr. Diese Erfahrung war mir neu. Aber ich versuchte, mich zu entspannen und ihm zu vertrauen. Ich sollte meine Arme hinter den Stuhl positionieren. Er band um jedes Handgelenk eines und verband diese dann mit einem weiteren Kabelbinder. "Sitzt es schön locker?", fragte er und ich antwortete naiv mit "Ja". Dann zog er sie sehr fest zu und meinte "Jetzt nicht mehr, nicht wahr?". Wieder kam ein kleiner Zweifel in mir hoch. Es war wirklich sehr fest und vom Bondage wusste ich, dass es nicht gut ist, wenn man gewissen Druck an diesen Stellen zu lange ausübte. Demnach bemühte ich mich, meine Hände in eine möglichst angenehme Position zu bringen. Danach waren meine Fußgelenke dran, die er nicht ganz so fest zu zog. Er stellte sich hinter mich, riss meinen Kopf nach hinten und streichelte mir übers Gesicht. "Ab jetzt wirst du mich mit "mein Herr" ansprechen und mich siezen. Verstanden." "Ja, mein Herr.", antwortete ich. Ich wusste, wie der Hase läuft. "Sehr schön. Dein Safewort ist "Frieden". "Ja, mein Herr." Ich musste mir ein Lachen verkneifen. Frieden? Wie kommt man denn darauf ...? Ich hoffe nur, ich muss es nicht benutzen.

Er befestigte die Klemmen an meinen Nippeln und jeweils eine an meinen Schamlippen. Der Schmerz war locker auszuhalten. Ich tat allerdings etwas wehleidig, weil ich wusste, dass ihm das gefallen würde. Ich beobachtete genau, was er tat und er kommentierte es damit, dass ich sehr neugierig sei und da ich stets Augenkontakt mit ihm hielt, verbot er mir dies. Ich hielt meinen Kopf gesenkt und schloss die Augen. Er holte seinen Bambusstock. Ich sollte jeden Schlag mitzählen. Es gab jeweils zwei Schläge auf die Außen- und Innenseiten beider Oberschenkel. Es brannte, aber ich mag dieses Gefühl. Währenddessen spürte ich, wie ich einen meditativen Zustand zu erreichen vermochte. Ich war fokussiert auf das Eintreffen der Schläge. Diese Spannung mochte ich auch. Leider hielt dies nicht lang genug an. Er gab mir zu verstehen, dass mich die Spuren an ihn erinnern werden. Seine Worte, die er wählte ... ich weiß nicht ... mir fehlte Authentizität. Es war mir alles zu viel Klischee. Er stellt sich hinter mich, drückte seinen harten Schwanz in meinen Rücken, rieb sich an mir. Wieder ein Moment, an dem ich gerne gelacht hätte. Aber ich blieb in meiner Rolle, so gut ich konnte. Dann gab es einen Moment, in dem er versucht hatte, dass ich Blickkontakt mit ihm aufnehme, dem ich aber problemlos widerstehen konnte. Jedoch setzte er einen drauf und ich fiel darauf rein. Aber er sagte, dass ich gut erzogen bin und er definitiv davon ausgegangen ist, dass ich ihm viel früher in die Augen sehen werde. Ich war also eine Herausforderung für ihn. Es hagelten vier wirklich unschöne Ohrfeigen als Strafe. Ohrfeigen zählen zu meinen Tabus, was er ja nicht wissen konnte, da wir nicht darüber gesprochen haben ...

Danach spielte er an den Klemmen. Er redete mit mir und sorgte auch dafür, dass ich ruhig atme. Das gab Pluspunkte. Jedoch sammelte er kurz darauf wieder einen fetten Minuspunkt. Er holte sein Handy und fotografierte mein Geschlecht ab. In dem Augenblick war ich so schockiert, dass mir die Worte fehlten. Er fragte nicht nach! Eine Unverschämtheit! Wieder so ein notgeiler Affe, der eine Wichsvorlage braucht. Jämmerlich. Dann kam es aber noch schlimmer. Er wollte ein Foto von meinem Oberkörper plus Gesicht machen. Ich drehte mich augenblicklich weg und sagte knallhart "Nein!". Er verstand.

Danach versuchte er, die Klemmen abzuziehen, aber es ging nicht. Daraufhin streichelte er meine Spalte, aber wieder viel zu kurz. Ich fing gerade an, es zu genießen, da hörte er auf. Es konnte überhaupt keine Lust aufkommen ... Die Schamlippen waren leicht benässt, das reichte ihm. Er zog die Klemmen ab, was schmerzhaft war, aber nichts im Vergleich zu dem Schmerz, den ich damals mit "Liam" erfahren hatte ... die Klemmen an meinem Nippel schlug er mit seinem Stock ab. Ich zuckte kurz zusammen, aber nichts, was nicht auszuhalten gewesen wäre. Dann kam seine Singletail Peitsche zum Einsatz. Ich sollte meinen Kopf nach hinten legen. Er bekundete, dass ich Glück habe, dass er zu nah an mir dran ist und somit nicht weit genug ausholen könne. Es folgten ein paar wenige Schläge auf meinen Oberkörper. Er ging aus dem Zimmer und ich hoffte, er würde endlich die Kabelbinder los schneiden, was er dann auch tat. Er hatte wohl registriert, dass meine Hände und Füße schon leicht blau wurden. Die Abdrücke an meinen Handgelenken waren schon heftig, sodass ich befürchtete, ein paar Tage die Abdrücke zu behalten. Er reichte mir seine Hand und führte mich ins Schlafzimmer. Ich sollte mich auf den Bauch legen und Arme und Beine von mir strecken. Es folgten leichtere Schläge auf meinen Rücken, die ich alle brav mitzählte, was ich aber hätte gar nicht tun brauchen, weil es nur das Aufwärmen war. Aber danach sollte ich dann die zehn Schläge, die es geben sollte, mitzählen. Der fünfte Aufprall war aber leider der letzte ... Er sagte, dass er jetzt nicht anders könne, als mich zu ficken, da ihn mein Arsch so sehr anmacht. Ich verdrehte innerlich die Augen. Er schob meine Beine zusammen und drang wiedermal in mich ein. Er fickte und fickte. Konnte irgendwann nicht mehr und befahl mir, ihn zu reiten. Ich reite nicht sonderlich gerne ... aber ich tat es. Dann wollte er, dass ich ihm in die Augen sehe. Was mir durchaus gefiel. Nur musste ich mich so sehr beherrschen, den devoten Glanz in meinen Augen zu erhalten. Ich bin mir sicher, dass zwischendurch immer wieder meine Dominanz aufflackerte, was ihm wahrscheinlich nicht aufgefallen ist. Wie er da so unter mir lag ... sein kleiner Schwanz in mir ... ich hatte die Kontrolle über seine Lust, wie schon den ganzen Abend über. Wie hätte ich mich da unterwürfig fühlen können? Er kümmerte sich überhaupt nicht um meine Lust. Er hatte mich überhaupt nicht in der Hand. Womit wollte er mich reizen? Mit Schmerz? Er wusste, dass ich nicht maso bin. Und dennoch war es bisher das einzige, was eine Emotion in mir auslöste und das unterbrach er, weil sein Schwanz juckte ... so ein schwacher Mann. Ich sollte ihn ficken, bis er zum Orgasmus kommt. Intuitiv wusste ich, dass das nicht passieren wird. Irgendwann hat er es dann auch eingesehen, dass es jetzt erstmal nichts mehr wird mit dem Höhepunkt. Er durchspielte noch jegliche Positionen. Doggy in aufrechter Haltung, während er an meinen Haaren zog. Dann legte er mich wieder hin, legte sich auf mich, nahm mir mit seiner Hand an meinem Mund und meiner Nase den Sauerstoff, während er mich vögelte, wie ein aufgescheuchtes Kaninchen. Mit dem richtigen Mann wäre das bestimmt sehr intensiv gewesen, aber hier fehlte so einiges ...

Irgendwann war er so nass geschwitzt, dass es wieder unter die Dusche ging. Dort sollte ich mich wieder hinknien. Er hielt seinen Schwanz vor meinen Mund und wies mich an, ihn zu öffnen. Ich rechnete damit, dass er sein Sperma dort entladen wolle. Weit gefehlt. Ein kleiner Urinstrahl kam aus seiner Eichel und landete in meinem Mund. Ich weiß nicht, was ich genau in dem Moment dachte. Das konnte echt nicht wahr sein. Er wollte, dass ich es schlucke, aber ich schüttelte mit dem Kopf, was er akzeptierte und dann sagte, ich solle es ausspucken. NS passiv war ebenso eins meiner Tabus. Erniedrigung löst nichts in mir aus. Außer eines. Verachtung des Mannes, der meint, mich erniedrigen zu können und es auch zu wollen. Wertschätzung löst Lust in mir aus. Das komplette Gegenteil also. Na ja. Nachdem ich dachte, er wisse nun, dass er mich nicht anpinkeln dürfte, öffnete ich wieder meinen Mund. Vielleicht kam ja jetzt das Sperma ... Nein. Ein Strahl schoss wie eine Rakete in meinen Mund und er sagte, ich solle es einfach laufen lassen. Was anderes blieb mir jetzt auch nicht übrig, denn ich wollte nicht, dass er mir wohlmöglich ins Gesicht pisste oder meine Haare traf, wenn ich mich dem entzog. Seine Blase war ziemlich voll. So voll, dass er mir dann auch noch auf die Brüste pisste und auf meinen Bauch ...

Gut, der Geschmack von Urin ist tatsächlich wesentlich harmloser als der Geschmack von Sperma, meines Empfindens nach, aber nochmal muss ich diese Erfahrung nicht machen. Ich sollte mich sauber duschen, abtrocknen und ihm dann ins Wohnzimmer folgen. Als ich fertig war, nahm ich meine Socken und seinen Gürtel mit, die noch auf dem Badezimmerboden lagen. Ich warf es auf den Wohnzimmerboden und begab mich zu ihm auf das Sofa, auf dem er saß und in sein Handy tippte.

Ich sollte meinen Kopf auf seinem Oberschenkel ablegen. Er streichelte meinen Kopf und ich schloss die Augen und entspannte mich ein wenig. Er krauelte meine Kopfhaut und griff dann fester in mein Haar. Er war irgendwie ziemlich in Fahrt. Und dann kam erneut ein Moment, in dem ich mich zusammenreißen musste, nicht laut aufzulachen. Er rieb seinen Schwanz an meinem Kopf und stöhnte. Ich öffnete die Augen. Mein Blick ging fragend von links nach rechts. Was stimmte nicht mit ihm? Erneut standen wir auf. Ich wurde über der Sofalehne positioniert und mal wieder gevögelt. Ich versuchte gar nicht mehr, mich devot zu fühlen oder irgendeine Art von Lust zu empfinden. Ja, meinen G-Punkt habe ich schon leicht gefühlt, er sorgte auch dafür, dass alles schön feucht blieb, aber meine Gedanken waren ganz woanders. Ich fand diese Situation so ulkig und wunderte mich über meine Gleichgültigkeit. Einmal dachte ich sogar, dass ich damit auch Geld verdienen könne und wie es wäre, wenn er mich für den Abend bezahlen würde. Wäre ein leichter Job gewesen. Aber ein Typ wie er, wäre viel zu stolz und zu sehr von sich überzeugt, dass er Geld für Sex bezahlen würde. Schade, aber immerhin gab es Wein und eine Erfahrung mit einem kleinen Penis und einem Möchtegern-Dom. Vor allem die Story mit dem Analverkehr und meinem Darmproblem wird mich in Zukunft häufig zum Lachen bringen, wenn ich daran zurückdenke ...

Er kam und kam nicht zum Schuss. Als er nicht mehr konnte, legte er sich auf das Sofa und ich kniete mich ans Ende zwischen seine Beine. Er wollte wirklich unbedingt noch einen Orgasmus haben. Ansonsten verstand ich nicht, weshalb ich ihm nun wieder einen blasen sollte. Anfangs gab ich mir noch Mühe. Aber als sein Schwanz schlaff und wieder steif wurde und dann wieder schlaff und es so ein Kampf war, gab ich mir keine große Mühe mehr. Ich verstand diesen Mann nicht. War er echt so ein Opfer? Ich dachte während ich seine Nudel in meinem Mund hatte, an mein Video zum Thema Orgasmus, in dem ich darüber rede, dass ich Männer nicht mag, die nur Sex haben, um zum Höhepunkt zu kommen ... deren einziges Ziel es ist, abzuspritzen. Ich blies so weiter vor mich hin und lies meine Gedanken vorbeiziehen. Ich erinnerte mich dann auch noch an den Blogpost zum Thema "Bedürfniserfüllungsmaschine" ... ich spürte, wie sich so langsam ein Wutkloß in mir bildete. Aber ich blies wie ein Roboter weiter. Dachte an das Treffen mit meiner Freundin am nächsten Tag, summte in meinem Kopf ein Lied von Chris Brown, um mit meinem Kopf nicht aus dem Rhythmus zu kommen. Musste dann fast wieder lachen, weil ich noch nie während eines Blowjobs über so viele Dinge nachdenken konnte und vor allem summte ich nie Musik, um mich bei Laune zu halten ... Die Minuten vergingen. Er stöhnte, wollte, dass ich seine Eier kraule. Ich langweilte mich so dermaßen, dass ich ihm in seine Eichel biss. Er fuhr hoch und fragte, ob ich ihn eben gebissen habe. Ich meinte ganz trocknen Nein. Er legte sich wieder hin und erwartete, dass ich weitermachte. Mittlerweile waren bestimmt schon 30 Minuten vergangen. Nun kamen Gedanken auf, abzubrechen und nach Hause zu fahren. Ich war im falschen Film. Wie egoistisch kann man sein? Spürte er nicht, dass ich keinen Bock mehr habe und mich zu Tode langweilte? Ich wurde echt wütend. Meine Dominanz war plötzlich so intensiv in mir zu spüren. Es reichte! Ich hörte auf. Er setzte sich auf und guckte mich fragend an. Ich sagte nichts, guckte ihn nur streng an. "Weitermachen.", sagte er. Ich schüttelte den Kopf. "Willst nicht mehr?" "Nein, ich habe keinen Bock mehr!" Drei Minuten schauten wir uns in die Augen. Mein Feuer flammte auf. Er sah es. "Dein Blick hat sich total verändert." "Tja. Ich bin halt Switch.", entgegnete ich. Von ihm kam nur ein kurzes "Mh." Ich stand auf, zog mich an und setzte mich zu ihm auf die Couch und trank in Ruhe mein Glas Wein aus. Mittlerweile hatte ich auch echt Hunger. Ich hatte noch kein Mittag gehabt. Auf leeren Magen Alkohol war unvernünftig, aber ich brauchte jetzt definitiv diesen Wein.

Mr. A fragte mich, ob ich schon mal einen Mann dominiert hätte ... wir quatschten noch ein wenig und dann meinte er, ich solle sagen, wenn ich los wolle. Ich griff diese Möglichkeit direkt auf und fragte, wo die nächste Bahnstation sei. Netterweise bot er mir an, mich hinzufahren. Als ich meine Jacke anzog, meinte er plötzlich, dass wir einen Zuschauer gehabt hätten. Ich schaute mich um und entdeckte unter der Heizung eine schlafende Schildkröte ... passend zum Fensterbild an der Tür. Eine freilaufende Schildkröte in einer Wohnung? Das habe ich auch noch nicht gesehen ...

Zur S-Bahn Station waren es glücklicherweise nur drei Minuten mit dem Auto. Es gab ein Küsschen links und rechts und aus Gewohnheit sagte ich, dass wir schreiben. Parallel dachte ich, dass wir das definitiv nicht werden und er gab darauf auch keine Antwort.

Ich muss zugeben, dass ich echt leichtes Mitleid mit ihm hatte. Es war schon ein wenig erniedrigend für ihn, als ich das Ganze abgebrochen habe und mich dann direkt anzog, anstatt mich nochmal nackt zu ihm zu setzen bzw. zu legen. Ich mag es nicht, wenn sich andere schlecht wegen mir fühlen. Daher mache ich auch einiges mit. Aber das war selbst mir zu viel.

Es war für mich ganz merkwürdig, weil ich echt komplett anders gefühlt habe als anfangs. Eine Switcherin zu unterwerfen erfordert anscheinend einiges. Er war nicht fähig, mich zu dominieren. Ich muss zu einem Mann aufsehen. Er muss mich überraschen, mich beeindrucken. Und er hat es in den ersten Minuten verkackt. Als ich gesehen habe, wie seine Augen meine Augen ansehen und als er vorschlug, zu ihm zu fahren ... von wegen einen neutralen Drink einnehmen und eine emotionale Bindung sei wichtig ... Ich glaube kaum, dass er sich so schnell zu mir verbunden gefühlt hat. Sein Schwanz vielleicht ...

An seinem Sadismus zweifle ich nicht. Aber ganz stark an seiner Dominanz. Was er da abgezogen hat, war eine One-Man-Show eines Egomanen, der sich nur um seine eigene Lust kümmert. Dominanz bedeutet für mich, Kontrolle und Macht zu haben. Die Kontrolle hatte er ein einziges Mal, als ich am Stuhl gefesselt war. Ansonsten war da nichts. Die Macht hatte ich und das habe ich bereits bei unserem Gespräch am Wasser gespürt. Er war mir verfallen. Was will ich mit einem Dom, der seine Lust nicht im Griff hat und mich nur dafür benutzt, ihm Orgasmen zu besorgen? Langweiliger geht es kaum ...

Er hat bestimmt einige Frauen glücklich machen können. Ansonsten habe ich keine Idee, wo er diese Selbstsicherheit erholt ... aber mit BDSM und vor allem Dominanz hatte das kaum etwas zu tun.

Man braucht doch nur einen Blick auf Dominas zu werfen. Die meisten sind unberührbar. Die haben keinen Sex mit ihren Subs. Warum schafft Mann das nicht? Kann doch nicht sein, dass man seine Geilheit überhaupt nicht im Griff hat.

Ist doch klar, dass Frau dann denkt, was für einen triebgesteuerten Gockel sie da wieder angezogen hat ...

Ja ja ... ich hab leicht reden, ich hab diesen Trieb ja auch nicht. Ich finde daran auch wirklich nichts verwerflich! Das ist naturgegeben. Aber dann soll man sich doch bitte nicht als dominant bezeichnen, wenn man sich nicht selbst beherrschen kann. Und ich erwarte nun mal von einem Mann, dass er den Abend angemessen gestaltet. Einige denken mit Sicherheit jetzt "Ja, aber warum bist du denn mit ihm direkt mitgegangen? Hättest doch auch sagen können, dass ihr erstmal nur was außerhalb trinkt und redet." ... In dem Moment, in dem ich das tun muss, ist es schon gelaufen. Er war genauso leicht zu haben, wie ich in dem Moment. Ich brauchte mich ja null anstrengen, um ihn zu verführen.

An dominanten Männern finde ich gerade das sexy. Ich kann mit meinen weiblichen Reizen spielen wie ich will, sie lassen sich nicht darauf ein. Sie haben meine Lust in der Hand.

Der Abend wäre interessant verlaufen, hätte er zum Beispiel auf dem Sofa gesessen und mir gesagt, ich solle mich ausziehen und mich ihm präsentieren. Dann hätte es vielleicht noch ein bisschen Spanking gegeben und er hätte mich mit seinen Fingern aufgeilen können und mir dann aufgetragen, mich wieder anzuziehen. So baut man Spannung auf. So sorgt man dafür, dass Frau mehr will. Ohne Selbstbeherrschung ist das eben nicht möglich.

Er hat viel zu viel Programm an dem Abend abgespielt ... was sollte denn jetzt noch großartig kommen?

Ich bin mir seit dieser Erfahrung noch sicherer als zuvor, dass es nicht nur eine Phase ist, sondern meine tiefe Neigung im BDSM liegt. Ansonsten hätte mich diese oberflächliche Session mit Sicherheit zufrieden gestellt und seine Anmerkung, dass ich ganz genau wisse, wie es "funktioniert", hat mir nur noch mehr gezeigt, dass man eben nicht viel praktische Erfahrung braucht, wenn es wirklich in einem steckt.

So, nun konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass echte Möchtegern-Doms auf Tinder unterwegs sind. Dennoch möchte ich ihn nicht total schlecht reden. Denn gerade, als es um den Schmerz ging und das Ausgeliefertsein, hat er Empathie aufbringen können und auf mich geachtet. Ich habe mich sicher gefühlt. Das möchte ich nochmal betonen und das habe ich ihm zum Schluss auch gesagt. Außerdem konnte er ja immerhin erkennen, dass mein Blick sich verändert hat. Ganz unaufmerksam ist er nicht gewesen, aber weit entfernt von einem in meinen Augen wahrhaftigen dominanten Mann.

Wie immer spiegelt alles meine subjektive Wahrnehmung und Meinung wider, basierend auf meinen bisherigen Erfahrungen. Dabei weiß ich selbstverständlich, dass nicht alle Männer gleich sind ...

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P.S.: Sorry für mögliche Rechtschreibfehler ... hab das alles am Stück geschrieben ... ca. 5 Stunden. Da lässt die Konzentration mal nach. Und beim Korrekturlesen übersehe ich gerne mal was, gerade bei so einer hohen Anzahl an Worten.

#bdsm #Sex #Erfahrung

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