Squirting und die weibliche Ejakulation

Aktualisiert: 12. Juni 2019



Immer wieder schreiben mir Männer, dass sie fasziniert von Squirting sind und es unbedingt mal mit einer Frau zusammen erleben wollen. Als sei es etwas Magisches und Außergewöhnliches ... (Tut mir leid, falls ich möglicherweise deine Illusionen mit diesem Beitrag zerstören sollte.)

In diesem Beitrag wird es nicht darum gehen, wie man den G-Punkt einer Frau am besten stimuliert und sie somit zum Abspritzen bringt ... Dazu habe ich bereits auf meinem YouTube Kanal ein Video hochgeladen.

Viel mehr möchte ich etwas Licht ins Dunkeln bringen. Denn tatsächlich habe ich selbst nicht viele Informationen zum Thema Squirting gefunden. Als erstes wurde mir ein unvollständiger Blog angezeigt, der sich eigentlich allgemein mit Sexualität befassen wollte, aber es gibt dort nur einen Beitrag über Squirting und zwischendurch wird immer wieder ein eBook für praktische Tipps zum Kauf angeboten ...

Des Weiteren wurde dort mehrmals erwähnt, dass es sich bei der Flüssigkeit nicht um Urin handelt. Diese These wurde mit einem "Spargel-Test", der wissenschaftlich nicht bestätigt ist, untermauert. Ich bin da komplett anderer Meinung und werde dies später noch erläutern.

Und ansonsten habe ich einige Seiten gefunden, auf denen Squirting mit weiblicher Ejakulation in Verbindung gebracht wird. Aber auch da bin ich anderer Ansicht ;D

Ich bin keine Wissenschaftlerin und kann dir nur von meinen eigenen Erfahrungen und Beobachtungen berichten. Und darüber, was für mich Sinn ergibt. Du musst dir am Ende deine eigene Meinung bilden.

In diesem anderen Blogeintrag ist mir aufgefallen, dass das Thema Urin eine große Rolle spielt. Als suchten die Menschen verkrampft nach Beweisen, dass es sich beim Squirting nicht um Urin handelt ...

Dabei ist es letztlich irrelevant, was für eine Flüssigkeit aus unserem Körper spritzt, Hauptsache es macht Spaß.

Ejakuliert die Frau, wenn sie squirtet?

Die weibliche Ejakulation und das Squirting sind zwei unterschiedliche Dinge. Das konnte ich jedenfalls bei mir beobachten. Allerdings passiert es oft, dass ich Ejakulat "produziere", wenn bei mir der G-Punkt stimuliert wird. Aber es bildet sich bei hoher Erregung auch so. Also unabhängig davon, ob ich kurz davor bin, zu squirten oder nicht.

Diese Flüssigkeit ist etwas dickflüssig und milchig. Ich würde aber nicht behaupten wollen, dass sie Sperma sehr ähnelt. Soweit ich weiß, wird sie aus den Skene-Drüsen abgesondert, die wohl als "verkümmerte" weibliche Prostata gelten. Bei Männern sondert die Prostata ein Sekret ab, um die Überlebenschancen der Spermien in der Vagina zu erhöhen. Da uns die nötigen Androgene fehlen, um einen Drüsenkörper auszubilden, ist die weibliche Prostata nur ansatzweise vorhanden.

Wie man auf die Idee kommt, dass Squirting und die weibliche Ejakulation ein und die selbe Sache sind, bleibt mir ein Rätsel. Diese Menge an Flüssigkeit, die aus mir herausspritzt, kann nur aus der Blase bzw. der Harnröhre kommen und nicht aus kleinen Drüsen, die unser Körper eigentlich nicht mal benötigt und die bei einigen Frauen so gering ausgebildet sind, dass eine Absonderung vom weiblichen Ejakulat nicht mal möglich ist. Zumal die Squirtingflüssigkeit ganz und gar nicht einem Ejakulat gleicht. Vielleicht vermischt es sich bei einigen. Aber wenn ich abspritze, gleicht das der Konsistenz von Wasser.

Also: Wenn ich "ejakuliere", bedeutet das nicht, dass ich auch abspritze.

Wenn es sich beim Squirting nun nicht um Ejakulat handelt, was für eine Flüssigkeit spritzt heraus?

Ich bin der Meinung, dass es sich dabei ganz einfach um Urin handelt. Was ist Urin? Urin ist das Abwasser unseres Körpers und besteht zu 95 % aus Wasser. Der Rest ist "Müll", der aus unserem Körper gespült wird.

Pro Tag kommen ca. 1-2 Liter Urin zusammen. Ich habe leider noch nicht gemessen, wie viel Wasser ich verliere, wenn ich squirte, aber es sind bestimmt gute 200-300 ml. Je nachdem, wie ausgiebig und doll ich stimuliert werde. Wenn ich es bei mir selbst mache, läuft es meist nur heraus, anstatt zu spritzen und die Menge ist auch wesentlich geringer. Der sogenannte G-Punkt, der stimuliert werden soll, damit es zum Squirt kommt, liegt an der oberen Scheidenwand, ca. 5 cm vom Eingang entfernt. Um diesen zu stimulieren, wird Druck nach oben abgegeben. Von der "Komm-her-Bewegung" mit zwei Fingern hast du vielleicht bereits gehört.

In dieser Richtung liegt die Harnröhre und die Blase ist auch nicht weit entfernt. Was geschieht nun bei der G-Punkt-Stimulation? Es wird ein stetiger Druck aufgebaut. Umso schneller und doller der Mann mit seinen Fingern gegen meine obere Scheidenwand drückt, umso stärker und weiter spritze ich ab.

Wenn ich vorher auf Klo war, dauert dies ein wenig länger (3-5 Minuten). War ich vorher nicht auf der Toilette, kann ich innerhalb weniger Sekunden abspritzen. Das ist natürlich auch davon abhängig, wie stark ich stimuliert bzw. penetriert werde. Wenn es nur ein leichtes Kreisen und Streicheln ist, dauert es länger und es läuft dann irgendwann auch eher heraus, anstatt zu spritzen.

Währenddessen habe ich ein Pinkelgefühl. Aber es ist nicht dieses unangenehme, wenn man unterwegs ist, stark pinkeln muss und keine Toilette in Sicht ist.

Es ist gespart mit einem Lustgefühl. Trotzdem kämpfe ich anfangs gerne dagegen an und erst, wenn ich loslasse (somit wohl die Muskulatur um die Blase herum entspanne), spritzt es aus mir heraus.

Als ich vor kurzem in Stimmung war, meinen G-Punkt zu stimulieren, konnte und konnte ich nicht abspritzen. Das Gefühl war schön, aber das Pipigefühl war auch ziemlich stark, obwohl ich vorher auf der Toilette war und meine Blase entleert habe! Ich habe es dann im Stehen versucht und ich hatte so stark das Gefühl, kurz vor einem vaginalen Orgasmus zu sein und gleichzeitig abzuspritzen. Auf das Thema Orgasmus komme ich noch zu sprechen.

Aber ich konnte mich selbst wohl nicht stark genug penetrieren. Ich gab auf und zog den Dildo heraus. Wenige Sekunden, nachdem ich den Dildo entfernt habe, atmete ich aus und entspannte mich und dann schoss es plötzlich aus mir heraus! Ich konnte es nicht aufhalten.

Es war transparent, geruchlos und schmeckte so gut wie nach nichts. Für mich ein klarer Fall von frischem Urin.

Ich habe es auch schon mal erlebt, dass es roch wie im Pferdestall. Damals hatte mich jemand direkt nach dem Aufwachen gefingert bzw. es auch provoziert, dass ich abspritze. Ich hatte keine wirkliche Lust entwickeln können, aber das Gefühl war zu intensiv, um sich dagegen zu wehren. Die Nerven haben meinem Gehirn die Information geschickt, loszulassen und zack spritze es heraus, obwohl ich es nicht wollte.

Das war dann wohl der morgendliche Urin. Der roch natürlich und hinterließ auch einen schönen großen Fleck auf der Matratze (war zum Glück nicht meine ;)).

Viel zu diesem Spargel-Test gab es leider nicht zu lesen. Vielleicht erbarme ich mich irgendwann mal und führe ihn selbst durch. Ich hasse Spargel :P

Da der Urin, nachdem man Spargel gegessen hat, ja bekanntlich unangenehm riecht, sollte so bewiesen werden, dass es sich beim Abspritzen nicht um Urin handelt. Angeblich hat das abgespritzte "Wasser" nach dem Spargelessen nicht gerochen. Der Urin roch jedoch nach Spargel. Ich gehe also davon aus, dass die Testperson ihre Blase vorher entleerte. Wesentlich interessanter wäre gewesen, wäre die Testperson vorher nicht aufs Klo gegangen ...

Ich kann mir vorstellen, dass sich das Wasser relativ schnell in der Blase sammelt, angeregt durch die Stimulation der Nerven und durch den Druck, und somit der "Filterprozess", der in den Nieren eigentlich geschieht, nicht passiert. Es sozusagen einen Durchlauf gibt und die Fremdstoffe und der Müll noch nicht mit ausgeschieden worden sind oder nur in geringen Mengen (gerade, wenn man viel Wasser trinkt, sollte sich im Laufe des Tages nicht viel "Müll" ansammeln).

Da ich vorher meine Blase meist entleert habe, muss sie sich in kürzester Zeit füllen. Zu dieser These gibt es sogar einen wissenschaftlichen Beweis.

Von sieben weiblichen Testpersonen wurden drei Ultraschallbilder gemacht. Vor der sexuellen Stimulation sollten sie ihre Blase entleeren. Danach wurde ein Bild gemacht, um sicher zu gehen, dass die Blase wirklich leer ist. Daraufhin folgte die sexuelle Stimulation, bevor es jedoch zum Orgasmus und Squirt kam, wurde nochmals ein Bild gemacht und siehe da, die Blase war bereits gefüllt. Jede der Teilnehmerinnen hat abgespritzt. Am Ende wurde natürlich noch ein letztes Bild gemacht, was zeigte, dass die Blase leer ist.

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Flüssigkeit unterschiedlich riecht, kann es sich nur um Urin handeln. Ansonsten wäre der Geruch wohl stetig gleich und würde sich höchstens minimal unterscheiden.

Des Weiteren funktioniert es mit dem Squirten einfacher, wenn ich vorher nicht auf der Toilette war. Angenehmer ist es allerdings, wenn die Blase vorher entleert wurde.

Nach dem Squirten kommt kein Tropfen Urin mehr aus meiner Blase, wenn ich danach aufs Klo gehe. Dass das Pinkelgefühl nach dem Abspritzen verschwunden ist, sagt wohl auch alles.

Wenn ich nach dem Geschlechtsverkehr nicht auf die Toilette gehe, um meine Blase zu entleeren, bekomme ich eine Blasenentzündung. Nach dem Squirten bin ich nun schon häufiger nicht aufs Klo gegangen und bekam nie eine Blasenentzündung ...

Für mich sind das genügend Beweise, dass es sich dabei um nichts anderes als Urin handelt.

Mein Fazit zum Thema Flüssigkeit: Wenn Frau genügend trinkt und vorher aufs Klo geht, gibt es frischen, relativ sauberen Urin, den man auch einfach als Wasser bezeichnen kann.

Auf jeden Fall sollte hinterher genügend getrunken werden, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen!

Squirting = Krassester Orgasmus überhaupt?

Wenn ich abspritze, ist es nicht mit einem klitoralen oder vaginalen Orgasmus zu vergleichen. Für mich persönlich ist Squirting kein Orgasmus. Heißt aber nicht, dass man nicht auch gleichzeitig einen vaginalen oder klitoralen Orgasmus haben kann! Ich bin mir sicher, dass das möglich ist und meine mich daran zu erinnern, mal parallel vaginal gekommen zu sein. Aber ich kann es nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, da ein vaginaler Orgasmus bei mir sehr kurz ist. Beim Squirten ist es oft nicht mit einmal Abspritzen getan. Das geht schon etwas länger. Da die ganzen Empfindungen zu unterscheiden, ist nicht so einfach. Zumal man in dem Moment auch nicht daran denkt "Oh, war da gerade ein vaginaler Orgasmus?" ... Ich genieße es einfach und lasse mich gehen.

Squirting ist eine schöne Sache. Aber muss auch nicht immer unbedingt super intensiv sein. Ich kann tatsächlich abspritzen, ohne ein wirkliches Lustgefühl zu verspüren (die Aktion morgens nach dem Aufwachen zum Beispiel ... Ich kann nicht behaupten, dass ich da erregt war. Ich hatte auf den Typen eigentlich auch gar keine Lust mehr und wollte nach Hause). Dass das Abspritzen für intensive Lust steht, kann ich nicht unterschreiben.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass Männer denken, dass die Frau die unglaublichste Lust empfindet, wenn sie abspritzt. Es ist schön, dass Männer das gerne glauben möchten, aber es entspricht nicht unbedingt der Realität. Abspritzen geht bei mir definitiv auch ohne Lustgefühl. Es ist demnach eine Frage der Technik und inwieweit ich mich entspannen kann.

Ein Mann hatte es mal bei mir versucht und es nicht geschafft, weil er einfach viel zu zaghaft war. Er meinte, dass es an mir liege und ich mich nicht entspannen könne. Nein, es lag nicht an mir, sondern an seiner Technik. Selbst mit einem Vibrator hat er es nicht geschafft. Es ist nur ein wenig herausgelaufen. Das Wichtigste ist der intensive Druck dabei. Dem kann man als Frau irgendwann nicht mehr standhalten.

Mein erstes Mal Squirting war ein Kampf. Ich hatte so sehr das Gefühl, gleich loszupinkeln und wollte natürlich nicht, dass das passiert. Er meinte zu mir, ich solle einfach loslassen. So wirklich habe ich das nicht gekonnt, er hat immer weiter gemacht und irgendwann hat sich die Blase durch die Stimulation wohl so stark gefüllt, dass die Nerven meinem Gehirn gesagt haben, dass die Blase jetzt entleert werden muss, sodass die Muskulatur sich schlagartig gelockert hat und das Wasser herausgeschossen kam. Das Gefühl war Erleichterung pur. Vorher war es Qual und Lust zugleich.

Der Unterschied zu einem "richtigen" Orgasmus ist, dass bei einem wirklich intensiven Orgasmus die Lust durch den gesamten Körper fährt. Hier ist das Gefühl aber auf den Unterleib konzentriert. Nach dem Abspritzen ist es ein Gefühl von Befreiung, aber eben nicht im gesamten Körper, sondern nur im unteren Bereich.

Was ich ebenfalls beobachten konnte, ist, dass sich meine Zehen gerne anspannen, wenn ich zum Orgasmus komme, das passiert beim Squirting nicht.

Also liebe Männer: Seht es nicht als Leistungssport, eine Frau zum Squirten zu bringen. Es macht euch nicht automatisch zu einem guten Liebhaber, wenn ihr diese Technik beherrscht.

Und liebe Frauen: Wenn ihr euch nicht so weit entspannen könnt/wollt, ihr verpasst nichts. Es ist eine schöne Abwechslung und eine andere Art von Lustgefühl, aber so weltbewegend nun auch nicht.

Zumal es wenig Spaß macht, wenn der Partner einen unbedingt zum Abspritzen bringen will.

Ich erinnere mich daran, dass mein Ex-Freund das in irgendeinem Porno gesehen hatte und sich danach über die Technik informierte ... Natürlich musste ich dann als Versuchsobjekt herhalten - habe ich gerne gemacht -, aber ich empfand es einfach nur als unangenehm. Wir versuchten es irgendwann nochmal, aber er gab dann auch relativ schnell auf, weil sich bei mir rein gar nichts anbahnte.

Ich bin mir sicher, dass er es mir schmackhafter hätte machen können, wenn er nicht direkt zwei Finger in mich gesteckt hätte, sondern mir erstmal mit einer Intimmassage hätte genügend Wertschätzung entgegengebracht. Dann hätte ich mich begehrt gefühlt und so hätte ich mich auf jeden Fall besser fallen lassen können, weil ich einfach wesentlich erregter gewesen wäre.

Solltest du deiner Partnerin also das Squirten näher bringen wollen, beginne am besten mit einer Tantramassage, bevor du ihren Körper als Übungsmatte benutzt ;)

Dass in der heutigen Zeit, mit einer so weit entwickelten Wissenschaft, immer noch ein Mysterium um dieses Thema herrscht, ist für mich kaum nachvollziehbar.

Ich bin der Meinung, dass jede Frau squirten kann. Ich dachte damals immerhin selbst, dass ich es nicht kann, bis mir ein Mann das Gegenteil bewies.

Und ich finde es auch schwachsinnig, dass es sich bei der Flüssigkeit um irgendwas Tolles und Magisches handeln muss und bloß kein Urin sein darf ...

Legt etwas drunter und gut ist. Natursektspiele dürfen Spaß machen und sind nicht pervers und abnormal.

Ist doch prima, wenn nicht nur unser Sexorgan für Lust und Freude sorgt, sondern auch die Blase einen Teil dazu beiträgt. Ich finde klitoral herbeigeführte Orgasmen übrigens mega intensiv, wenn die Blase leicht voll ist ...

Das war nun meine Perspektive, was das Thema Squirting betrifft. Du darfst natürlich etwas anderes glauben. Gibt ja genügend Beiträge im Internet, die vermitteln, dass Frau ejakuliert, wenn sie abspritzt. Für mich entspricht das eben nicht der Wahrheit. Vielleicht kommen irgendwann neue Fakten ans Licht. Dann werde ich meine Meinung möglicherweise überdenken. Sollte das passieren, kommt natürlich ein neuer Beitrag zu dem Thema hier online.

Viele liebe Grüße!

Katie

P.S.: Sollte dich mein erstes Mal Squirting interessieren ... im ersten Teil meines autobiografischen Erotikromans "NEW PASSION - Verführung in eine andere Welt" schreibe ich genauer über dieses Erlebnis.

#Squirting #GPunkt #weiblicheEjakulation

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