Die Vielfältigkeit des BDSM's

Aktualisiert: 12. Juni 2019



BDSM ist nicht bloß schwarz und weiß. Es gibt nicht nur Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus. BDSM ist bunt. Und nicht leicht in Worte zu fassen. Vor allem nicht, wenn man jemandem, der keine Ahnung bzw. keine Erfahrung mit SM hat, erklären soll, was das überhaupt ist.

Ich kann immer nur von meiner Empfindung sprechen, obwohl ich durch den Austausch mit andern auch andere Ansichten kenne.

Alleine dadurch, dass die Menschen unterschiedliche Neigungen haben, kann man SM nicht bloß mit zwei, drei Worten beschreiben. Daher versuche ich mit ein paar mehr Worten, ein paar Einblicke zu geben. Denn mir liegt es am Herzen, dass Menschen anfangen zu lernen, andere Perspektiven einzunehmen, um somit ihren Horizont erweitern zu können.

Mittlerweile wurde ich unglaublich oft von Stinos (Bezeichnung für Menschen, die "normalen" Sex praktizieren) gefragt, was mir daran gefällt bzw. was mich erregt, ob soft oder hart und oft wird auch gefragt, welchen Grad ich praktiziere. Da stelle ich gerne die Gegenfrage, welche Grade es denn gäbe. Und jedes Mal bekomme ich eine oberflächliche Antwort. Da dreht es sich immer nur um die Praktiken. Handschellen und Augen verbinden ist Grad 1, Kerzenwachsspiele und Po mit der Hand versohlen Grad 2, Po auspeitschen mit verbleibenden Spuren ist Grad 3 und so weiter und so fort.

Ich selbst weiß, dass es Menschen gibt, denen es rein um die physische Befriedigung geht. Ich finde es schade, dass viele Menschen anscheinend nicht wissen, dass es Menschen gib, denen es mehr um die psychische Befriedigung geht. Da stehen auch Orgasmen gar nicht unbedingt im Fokus/Mittelpunkt. BDSM kann einem eben diese psychische Befriedigung geben.

Einen Sadisten befriedigt nicht unbedingt das Schmerzen zufügen, sondern eher die Reaktion des Masochisten. Mich befriedigt nicht die Tatsache, dass mir die Augen verbunden werden und mir der Po versohlt wird. Nur im Zusammenhang mit dem richtigen Mann ist das befriedigend. Wenn dieser in mir die richtigen Gefühle auslöst. Klar auch durch sein Handeln, aber hauptsächlich durch seinen Charakter, sprich durch seine Dominanz. Und Dominanz ist auch ein Wort, welches unglaublich unterschiedlich definiert werden kann. Manch einer verbindet Härte/Strenge und eine gewisse kühle Art mit Dominanz. Für mich macht Dominanz unter anderem Führung, Verantwortung und Zuneigung aus. Der eine erfährt gerne Demütigung, die eine liebt die Geborgenheit nach einem Spanking.

Dann gibt es natürlich auch noch unglaublich viele Fetische...Die Vorliebe für Lack, Latex und Leder. Was etwas für kinästhetische Menschen ist. Da geht es um das Gefühl auf der Haut. Aber auch für visuelle Menschen, die z.B. den Anblick einer Domina in einem Leder-Outfit als erregend empfinden.

Ein Mann hat mir mal geschrieben, dass er einen Gesichtsfetisch hat und auf hübsche Gesichter total abfährt. Der Fußfetisch ist denke ich ein gängiger Begriff. In dem Fetischbereich gibt es eben

auch so unglaublich viel.

Oft wird Bondage einfach damit abgetan, dass man sich ans Bett fesseln lässt. Bondage ist aber auch ein großer Bereich für sich, mit dem ich selbst noch überhaupt keine Erfahrung gemacht habe. Ich nehme Bondage als eine Art Kunstform wahr. Vielleicht finde ich irgendwann mal jemanden, der spezifisch für Bondage einen Blogpost als Gastbeitrag verfassen möchte.

Dominanz geht nicht immer mit Sadismus einher und nicht jeder, der devot ist, steht automatisch auf Schmerzen. Es gibt die verschiedensten Kombinationen. Es gibt auch noch die sogenannten Switcher, die nicht nur eine Seite in sich tragen. Ich selbst bezeichne mich auch gerne als Switcher, obwohl ich der gängigen Definition nicht ganz gerecht werde. Ich bin wirklich ein komplexes und teilweise widersprüchliches Wesen. Um mich und meine Neigung zu beschreiben, reichen die gängigen Begriffe nicht aus. Ich könnte auf alles noch wesentlich tiefer eingehen, aber ich bin schon bei fast 600 Worten und ich kenne es von mir...ich lese selbst lieber Texte, die kurz, knackig und informativ sind.

Mein Fazit: BDSM ist nicht nur vielfältig, sondern auch total individuell. Was es eben auch so schwer macht, es objektiv zu beschreiben.

Wenn du magst, lasse gerne deine Gedanken zu dem Thema in den Kommentaren da.



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